Menschen haben schon früher Zahnbehandlungen vorgenommen als bisher gedacht. Dies fanden Wissenschaftler bei der Untersuchung von zwei Schneidezähnen aus dem Ende der Altsteinzeit heraus. Bei den fast 13000 Jahre alten Zähnen wurde die Pulpenhöhle modifiziert, das heißt, dass mit einem harten Gegenstand – ähnlich dem heutigen Zahnarztbohrer – das Zahnmark herausgekratzt wurde. Es handelte sich also um eine steinzeitliche Wurzelbehandlung. Sogar eine Füllung aus Bitumen, die den Zahn nach der Behandlung weiter benutzbar machte und möglicherweise antiseptisch wirkte, entdeckten die Forscher. Die Steinzeitpatienten hatten allerdings einen großen Nachteil gegenüber heutigen Patienten: Sie mussten jede Behandlung ganz ohne Betäubung über sich ergehen lassen.

Quelle: Der Spiegel

Die Gesundheit der Milchzähne ist enorm wichtig für die kindliche Entwicklung. Sie entscheidet unter anderem über altersgerechte Gewichtszunahme, Spracherwerb und Akzeptanz unter Gleichaltrigen. Dennoch leiden noch immer 15 Prozent der unter dreijährigen Kinder an Karies, so die Bundeszahnärztekammer (BÄK). Betroffen seien insbesondere Kinder aus sozial schwachen Familien. Oft führten falsche Ernährung und mangelhafte Mundhygiene zu frühkindlichen Kariesproblemen. Die BÄK forderte, den Fluoridgehalt in deutscher Kinderzahnpasta zu erhöhen. Das Wichtigste sei allerdings, dass weiter auf das Thema der Zahngesundheit bei Kindern aufmerksam gemacht werde. Denn Zahnpflege und Kontrolluntersuchungen seien das A und O, um Kinderzähne gesund zu halten.

Quelle: BZGA

Chinesische Wissenschaftler haben einen Impfstoff gegen Karies entwickelt. Dieser medizinische Durchbruch könnte das weltweite Kariesproblem weiter eindämmen. Die Forscher hatten Proteine des Karieserregers Streptococcus Mutans mit Proteinen von Darmbakterien manipuliert. So ist es ihnen gelungen, die Wirkung des Bakteriums blockieren – jedoch brachte das Ergebnis zu viele Nebenwirkungen mit sich. Nun konnten sie die Proteinfusion so optimieren, dass Nebenwirkungen ausblieben. Der Impfstoff wird bisher nur an Mäusen und Ratten getestet. Dennoch stellt die Entwicklung einen großen Schritt für die vorsorgende Zahnbehandlung dar – eine Impfung wird jedoch eine gründliche Mundhygiene nie ersetzen können.

Quelle: https://www.zwp-online.info

Normalerweise sind Verblendschalen aus Keramik (Veneers) sehr robust – sie halten häufig länger als 20 Jahre. Bei Rauchern ist diese Lebensdauer jedoch stark verringert. Denn rauchen fördert Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis, der häufigste Grund für Zahnverlust im Alter. Zudem verfärben sich die Zähne von Rauchern oft unangenehm gelb. Werden diese Verfärbungen mittels Veneers kaschiert, müssen diese bei Rauchern besonders sorgfältig gepflegt werden, sonst verfärben sie sich genauso schnell wie die echten Zähne. Für Raucher sind also eine gründliche Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen noch wichtiger als bei Nichtrauchern.

Quelle: https://www.jameda.de